Die verheimlichten Daten: Wenn Behandlung zur Gefahr wird!
Wir zeigen Euch hier die vielfach verheimlichten Daten zum Thema Wirksamkeit bzw. Unwirksamkeit von Varroa-Behandlung, die Imkervereine und Verbände Euch zeigen würden, wenn sie ihre Arbeit verstehen und sich unabhängig stark für eine gesunde, zukunftsfähige Imkerei machen würden.
Die Varroamilbe (Varroa destructor) gilt als Hauptgeißel der modernen Imkerei. Seit den 1980er Jahren hat sie sich weltweit verbreitet und zwingt Imkerinnen und Imker zu regelmäßigen Bekämpfungsmaßnahmen. Standardempfehlungen sehen oft mehrere Behandlungen pro Jahr vor, meist nach einem festen Kalender. Doch neuere Beobachtungen und wissenschaftliche Arbeiten deuten darauf hin: Nicht nur die Milbe, sondern auch die Behandlungen selbst können zum Tod eines Volkes beitragen.
1. Das Bienenvolk als komplexes System
Ein Bienenvolk ist kein starrer Organismus, sondern ein selbstorganisiertes System.
- Genetik (z. B. Unterschiede zwischen Apis mellifera mellifera und Zuchtlinien wie Carnica oder Ligustica),
- Jahreszeit und Klima,
- soziale Organisation und
- Krankheitsdruck
spielen in einem feinen Zusammenspiel zusammen.
Greift man hier grob ein – etwa mit wiederholten chemischen Behandlungen – verändert man nicht nur den Milbenstand, sondern auch die
innere Balance des Volkes.
2. Nebenwirkungen der Varroa-Behandlungen
Chemische Belastung
Zugelassene Mittel wie Ameisensäure, Oxalsäure oder Thymol sind grundsätzlich wirksam. Doch:
- Stressreaktionen: Studien zeigen, dass Säurebehandlungen Brut und Bienen schädigen können, wenn Dosierung oder Witterung nicht optimal sind. Das ist eine Gradwanderung, die selten gelingt. So ist die Wirksamkeit, aber auch die Fehlerursache schwer zu validieren. Was auch immer nach einer Säurebehandlung geschieht, „es kann immer am Anwender liegen“.
- Königinnenverlust: Mehrere Untersuchungen belegen, dass nach Behandlungen häufiger Königinnen verloren gehen. Ohne Königin im Herbst kann ein Volk kaum überleben.
Timing-Probleme
Viele Behandlungskonzepte orientieren sich am Kalender. Doch Völker entwickeln sich jedes Jahr unterschiedlich:
- Früher oder später Brutstopp,
- längere Flugzeiten in warmen Herbsten,
- Einfluss der Genetik.
Eine Behandlung „nach Plan“ kann daher in den empfindlichsten Moment fallen, etwa wenn Winterbienen angelegt werden. Werden diese geschädigt, fehlt die Generation, die das Volk bis zum Frühjahr trägt.
3. Re-Invasion: Der unsichtbare Gegner
Selbst perfekt behandelte Völker können im Herbst plötzlich wieder hohe Milbenzahlen haben.
- Studien (Frey & Rosenkranz, 2014; Forfert et al., 2015): zeigen, dass Bienen aus stark befallenen Nachbarvölkern in gesunde Völker driften oder durch Räuberei eindringen.
- Dieses Phänomen heißt Re-Invasion.
- Folge: Innerhalb weniger Wochen explodiert der Milbenbefall – obwohl das eigene Volk zuvor fast frei war.
Damit wird klar: Nicht immer ist ein Volk durch „falsche“ oder Nicht-Behandlung verloren gegangen – sondern durch das Zusammenspiel von Behandlung, genetischer Disposition und massiver Re-Invasion im Herbst.
4. Beobachtungen zur Selbstorganisation im Herbst
Wir beobachten und unsre artgerechten Imker berichten seit einigen Jahren:
- Schwache Völker „fliegen sich leer“ – Bienen verschwinden oder schließen sich Nachbarvölkern an.
- Starke Völker werden noch stärker – aber bringen sich dadurch auch in Gefahr, da sie Varroa aus schwachen Völkern übernehmen.
- Besonders Linien mit Apis mellifera mellifera zeigen teils andere Muster (z. B. frühere Brutpausen, robustere Überwinterung).
Ob diese „Selbstfusion“ wissenschaftlich schon belegt ist, bleibt offen. Klar ist: Das Volk agiert dynamischer, als es Kalender-Behandlungen berücksichtigen.
5. Warum Behandlungen zum Völkerverlust beitragen können
Es gibt mehrere Wege, wie gut gemeinte Eingriffe schaden können:
- Falsches Timing: Winterbienen werden geschädigt → Volk bricht im Februar zusammen.
- Chemische Belastung: Königin oder Brut werden beeinträchtigt.
- Ignorierte Re-Invasion: Das Volk wird nach der Behandlung erneut infiziert → Imker wiegt sich in Sicherheit und reagiert zu spät.
- Störung der Selbstorganisation: Der wichtigste Punkt und sehr gravierend: Das Volk könnte durch natürliche Brutpausen, genetische Anpassung oder Abwanderung eigene Lösungen suchen – wird aber durch Behandlungen ausgebremst. Genau das verhindert das artgerecht Imkern ohne Chemie in einer bienengerechten, diffusionsoffenen und damit Varroafeindlichen OPTIMAL Klima-Funktions-Beute.
6. Rechtlich sichere Formulierung
Es wäre nicht korrekt zu sagen, dass Varroabehandlungen „schuld“ am Völkertod sind. Juristisch und wissenschaftlich haltbarer ist:
- Varroabehandlungen können unter bestimmten Umständen einen erheblichen Beitrag zum Völkerverlust leisten. Besonders riskant sind Behandlungen in Phasen der Winterbienenaufzucht, chemische Nebenwirkungen auf Königin und Brut sowie das Übersehen von Re-Invasion durch fremde Bienen.
- Am sichersten ist, man kommt „ohne“ aus.
Fazit
Die Varroamilbe bleibt ein ernstzunehmender Parasit. Aber:
- Eine rein chemische „Kalender-Strategie“ wird der Komplexität des Bienenvolks nicht gerecht, wie wir in den letzten 45 Jahren leider teuer feststellen mussten, zum großen Leidwesen der Bienen und der gesamten Imkerei.
- Behandlungen können selbst zum Risikofaktor werden.
- Ein zukunftsfähiges Varroamanagement muss dynamisch, beobachtungsbasiert und genetisch differenziert erfolgen – statt nach starren Plänen.
- Gerade die Basisbedingungen müssen für die Völker stimmen. Eine Bienen ungeeignete, da zu feuchten Beute kann ungewollt zur Varroazucht-Falle werden.
Damit gilt: Nicht die Milbe allein bringt Völker zum Sterben – sondern das Zusammenspiel von Milbe, Behandlung, Re-Invasion und der unterdrückten Fähigkeit der Bienen, sich selbst zu regulieren.
Wie sicher Behandlungen überhaupt sind und ob sie die Völker wirksam schützen, zeigen die folgenden Studienbeispiele.
Das Ergebnis zeigt, was mancher intuitiv spürt und ist überaus ernüchternd: Leider erschreckend wenig.
Vergleich: Mehrjährige unbehandelte Bienenvölker vs. behandelte im gleichen Gebiet:

Anmerkungen zur Tabelle
- Alle Fälle zeigen, dass unbehandelte Völker unter bestimmten Umständen mehrere Jahre überleben können, ohne deutlich schlechtere Überwinterung als behandelte Völker.
- Die französischen Völker hatten evolutionäre Selektion über mehrere Jahre hinter sich – sie sind echte „Überlebenslinien“.
- In Wales zeigen verschiedene Imkergruppen, dass es möglich ist, auch ohne Behandlung vergleichbare oder bessere Winterverluste zu haben.
- Die Honigleistung bleibt bei unbehandelten Völkern meist geringer, was in der Berufsimkerei ein wirtschaftliches Argument für Behandlungen ist.
- Allerdings kann man hier mit einem intelligenten Beuten-Management entgegen wirken. Die Effektivität eines natürlichen Wärmespeichers ist unverzichtbar. Das ist der Hauptgrund, aus dem wir an der Holz- und Schilfstärke der OPTIMAL Klima Beuten festhalten.
- Aus den Studien wird klar: Wenn die Basis, also die artgerechte Haltung nicht gegeben ist, nützt auch keine Behandlung. Da kann sie noch so teuer oder aufwendig sein!
OPTIMAL BEES: Die natürliche Alternative
Hier dürfen wir uns gemeinsam freuen: Mit
OPTIMAL BEES brauchen wir keine Säurebehandlungen – und umgehen all diese Risiken.
Eure Vorteile auf einen Blick:
- Keine chemischen Behandlungen nach Vorschrift – die Bienen folgen ihrem eigenen Rhythmus, ohne Eingriffe.
- Keine Kosten und kein Zeitverlust – keine Mittel kaufen, keine aufwendigen Anwendungen.
- Saubere Produkte – Honig und Wachs frei von Rückständen.
- Erhalt der Umwelt und Artenvielfalt – keine Chemieeinträge, keine Störung ökologischer Kreisläufe.
- Natürliche Resilienz – unsere Bienen zeigen, dass sie durch Genetik, Brutpausen und Selbstorganisation selbst Lösungen finden.
Fazit: Von der Zwangsbehandlung zur Bienenführung
Die klassische Strategie „Chemie drauf und fertig“ greift zu kurz. Sie übersieht, dass Völker über Mechanismen verfügen, die wir noch gar nicht vollständig verstanden haben – von genetischen Anpassungen bis zur herbstlichen Selbstfusion. Mit OPTIMAL BEES setzen wir auf:
• Intelligente Bienenführung statt Zwangsbehandlung
• Langfristige Resilienz statt kurzfristiger Eingriffe
• Ökologische Imkerei statt chemischer Notlösungen
Danke, dass Ihr Teil dieser Bewegung seid.
Mit jedem Volk, das ohne Behandlung gesund bleibt, tragen wir dazu bei, eine nachhaltige, natürliche Imkerei Realität werden zu lassen – für die Bienen, uns, die Umwelt und die Zukunft der Imkerei.

